Eine andere Art Medizin zu begreifen
Die Osteopathie ist ein medizinisches Konzept das der amerikanische Arzt Dr. A.T. Still entwickelt hat. Es verbindet die wissenschaftlichen Erkenntnisse der modernen westlichen Medizin, mit dem ganzheitlichen
Ansatz der Naturheilkunde. Untersuchung und Behandlung werden rein manuell, d.h. nur mit den Händen durchgeführt. Dabei werden Spannungen im Bindegewebe gelöst, um den Organismus auf sanfte
und respektvolle Weise bei der Selbstheilung zu unterstützen.
Osteopathie ist Handarbeit mit Feingefühl
Der menschliche Körper ist eine funktionelle Einheit, in der alleGelenke und Organe in wechselseitiger Abhängigkeit zueinanderstehen. Treten Störungen auf, ist es deswegen notwendig, nicht nur dort genau zu untersuchen und zu behandeln, wo der Patient die Symptome erlebt.
Vom Symptom zur Ursache:
Über eine genaue Anamnese und körperliche Untersuchung ordnet der Osteopath das Krankheitsgeschehen in das Gesamtfunktionieren des Körpers ein. Oft liegen ursächlich Störungen an ganz anderer Stelle zugrunde, die sich dem Osteopathen als Spannungen im Bindegewebe zeigen. Werden diese gelöst, kann der Körper des Patienten wieder in ein besseres Gleichgewicht kommen. Somit unterstützt die Behandlung die Selbstheilung. Das Symptom kann verschwinden.
Osteopathie arbeitet auf drei Ebenen:
Aus didaktischen Gründen kann man die Osteopathie in drei Bereiche aufteilen, die sich aber immer gegenseitig beeinflussen und in Ihrer Funktion stark voneinander abhängig sind.
• Wirbelsäule und Gelenke der Arme und Beine (parietal)
• Innere Organe (visceral)
• Schädel, Rückenmark und das Nervensystem (craniosacral)
Das primäre Anzeichen von Leben ist Bewegung. Bewegungsverlust, bzw. Spannung in Geweben, führt zu einer schlechten Funktion und Vitalität. Exakte Kenntnisse der theoretischen Grundlagen, Feingefühl und Erfahrung sind die Voraussetzungen, diese subtilen Bewegungseinschränkungen und Spannungen mit den Händen zu erfassen und auf dieser Ebene Patienten zu behandeln.
Die angewandten Behandlungstechniken sind sehr sanft. Es wird respektvoll mit dem Organismus gearbeitet.
Möglichkeiten und Grenzen:
Die Stärke der Osteopathie ist der ganzheitliche Ansatz und die Möglichkeit, subtile Funktionsstörungen zu behandeln, die schulmedizinisch nicht fassbar sind. Über Risiken, Nebenwirkungen und Nichtanwendbarkeit osteopathischer Behandlung informiere ich Sie. Osteopathie wird angewandt, wenn keine Kontraindikation besteht. Bei Verdacht auf eine organische Erkrankung muss eine fachärztliche Abklärung erfolgen. Ein gutes, ergänzendes Zusammenarbeiten zwischen Arzt und Osteopath ist zum Wohl des Patienten optimal.
Wann ist Osteopathie angezeigt?
• Rückenbeschwerden (Verspannungen, Blockierungen, Bandscheibenleiden)
• Gelenkprobleme (Schulter, Knie, Hüfte...)
• Verdauungsprobleme, Schmerzen im Magen- Darmbereich, Behandlung von Vernarbungen nach Operationen
• Kopfschmerz, Migräne, Ohrengeräusche, Kiefergelenksprobleme
• Allergien, Psychosomatische Erkrankungen
• Unklare Schmerzzustände, Energielosigkeit
• Behandlung von Säuglingen und Kleinkindern